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HIV-PEP
(Post-Expositions-Prophylaxe)


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Durch die rechtzeitige Einnahme bestimmter Medikamente kann man versuchen, eine HIV-Infektion zu verhindern.

Die so genannte Post-Expositions-Prophylaxe (PEP) kommt aus dem medizinischen Bereich. Dort wurde festgestellt, dass gezielte therapeutische Maßnahmen das HIV-Infektionsrisiko bei Unfällen im Medizinbereich senken können.

Dieses Prinzip der Post-Expositions-Prophylaxe (PEP) kann man heute auch bei sexueller HIV-Übertragung nutzen. Wichtig ist, dass möglichst sofort nach einem Kontakt mit einer eindeutig HIV-positiven Person mit der PEP begonnen wird. Diese besteht darin, über einen Zeitraum von ca. 4 Wochen eine Kombination von Medikamenten gegen HIV und AIDS zu nehmen. Dadurch hofft man, die Einnistung des HIV im Körper (also eine Ansteckung) noch verhindern zu können. 

Die Erfahrungen in diesem Bereich sind heute noch nicht umfassend genug, um zuverlässige und umfassende Aussagen über die Wirksamkeit machen zu können. 

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Eine PEP sollte möglichst innerhalb von 2 Stunden nach dem Risikokontakt eingeleitet werden! Als maximale Grenze werden heute 72 Stunden diskutiert. Aber, je früher sie genommen wird, desto besser wirkt die PEP. Hierzu solltest du und dein Partner oder Partnerin baldmöglichst die HIV-Ambulanz einer Klinik, oder, wenn diese für euch nicht so schnell erreichbar ist, eine HIV-Schwerpunktpraxis aufsuchen. Der Arzt kann nach einem klärenden Gespräch unverzüglich mit der Therapie beginnen, wenn er die Notwendigkeit bzw. Sinnhaftigkeit einer PEP geklärt hat. Die Medikamente müssen nach einen strikten Zeitplan ca. 4 Wochen lang eingenommen werden. Es können Nebenwirkungen auftreten.

Diese sofortige Behandlung (Einnahme von sehr vielen hochwirksamen Medikamenten) ist mit medizinischen Risiken und mit Nebenwirkungen verbunden. Darum "lohnt" sich diese Behandlung nur, wenn das Infektionsrisiko so eindeutig ist, wie oben beschrieben.

Insbesondere wenn Du einen festen Partner hast, der HIV-positiv ist, kannst du mit ihm im Voraus Vorsichtsmaßnahmen planen, auf die du dann im Fall der Fälle sofort zurückgreifen kannst. Dies solltest du mit deinem Arzt oder in einer Beratungsstelle besprechen und klären.

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